„Warte nicht auf das große Wunder, sonst verpasst du die vielen kleinen!“ So heißt es in einem Spruch (Verfasser unbekannt).

Fast täglich gehe ich auf die Suche nach den kleinen Wundern am Wegesrand. Ausgerüstet mit meiner Handykamera und „Adleraugen“ streife ich durch die Natur, durch Garten, Wald und Flur.

Dort gibt es zu jeder Jahreszeit immer etwas Neues zu entdecken. Ich staune immer wieder über die Vielfalt der Pflanzen und Tiere. Lauter Überraschungen, die mir Freude bereiten, mein Leben bereichern und bunter machen. Das ist eine Kraftquelle, aus der ich schöpfen kann.

Nein, ich brauche keine großen Wunder. Es gibt so viele kleine Wunder, die am Wegesrand darauf warten, entdeckt zu werden.

 

Kleine Wunder am Wegesrand

Ein Pilz wie eine schön gemalte Blume.
Der gelbe Löwenzahn, der aus der Straßenritze wächst.

Wie lauter kleine Wunder, da kann ich ja nur staunen!

Ein zarter Hummelschwärmer, so schnell wie ein Kolibri.
Die kleine grüne Spinne auf der Kastanienblüte.

Wie lauter kleine Wunder, da kann ich ja nur staunen!

Bäume vor dem Sonnenuntergang, gemalt wie ein Gemälde.
Fleißige Bienen, die sich in Blütenpollen baden.

Wie lauter kleine Wunder, da kann ich ja nur staunen!

Ameisen, die Blattläuse wie Kühe melken.
Schnecken mit kunstvollen Häusern auf dem Rücken – zum Entzücken!

Viele kleine Wunder am Wegesrand,
einfach zum Staunen!

Vielleicht kommen die großen Wunder dann von ganz alleine…

 

Text, Gedicht und Foto: Eva-Christina Galanulis